Schwermetalle im Trinkwasser

Schwermetalle im Trinkwasser

Blei

Die regelmäßige Aufnahme  schon von geringen Mengen Blei (ca. 1 mg pro Tag) kann die Blutbildung stören sowie zu irreparablen Schäden des zentralen Nervensystems  führen und die Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kindern beeinträchtigen.
Eine mögliche Ursache für Blei im Trinkwasser sind alte Bleirohre in der Hausinstallation.

Chrom

Viele Armaturen im Trinkwasserbereich sind verchromt, dadurch werden darunter befindliche Metalle und Legierungen vor Korrosion geschützt. Wird diese dünne Schicht durch Kratzer beschädigt, kann es darunter zu Korrosion kommen, die auch zu einem Ablösen der Chromschicht führen kann. Sogenannte Chrom -(IV)-Verbindungen stehen außerdem in Verdacht krebserzeugend zu sein.

Eisen

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement für den Menschen und muss dem Körper täglich in einer Menge von 5-15 mg zugeführt werden. Dennoch liegt der Grenzwert für Eisen in der Trinkwasserverordnung mit 0,2 mg/L deutlich tiefer. Dies liegt zum einen am Geschmack von selbst geringen Konzentrationen an Eisen. Zum anderen neigt Eisen auch dazu in größeren Konzentrationen auszuflocken, so dass der niedrige Grenzwert auch dem technischen Schutz der Hausinstallation dient.

Kupfer

Ein erwachsener Mensch benötigt ca. 1 mg Kupfer pro Tag. Eine zu große Menge an Kupfer kann aber zu Arthritis und Bluthochdruck führen.
Ein erhöhter Kupferwert im Trinkwasser kann ein Hinweis auf Korrosion im Hausleitungsnetz auf Grund unsachgemäßer Installation oder hohem Alter der Rohre sein.

Nickel

Nickel ist der häufigste Auslöser für Kontaktallergien. Es wirkt sensibiliserend und verursacht Kontaktexzeme, daher wird es zunehmend weniger zur Beschichtung von Metallen und Legierungen verwendet. Nickel kann als ein Indikator für Korrosion in Armaturen angesehen werden.

 

Weitere relevante Bestandteile

Natrium

Einerseits ist Natrium ein wichtiges Spurenelement, andererseits kann ein Zuviel auch Bluthochdruck verursachen. Die Nieren von Säuglingen können Natrium nur begrenzt ausscheiden, so dass eine zu hohe Natriumkonzentration in der Nahrung negative Folgen haben kann.

Nitrat

Nitrat ist ein fester Bestandteil des natürlichen Stickstoffkreislaufs. Eine gewisse Konzentration (bis ca. 25 mg/L) kann als natürlich angesehen werden. Durch den Eintrag von intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen ins Oberflächen- und Trinkwasser kann der Gehalt aber deutlich erhöht sein.
Vom Nitrat an sich geht nur eine sehr geringe unmittelbare Gefährdung für den Menschen aus. Bakterien sind jedoch in der Lage Nitrat in Nitrit zu überführen, welches ein deutlich höheres Gefährdungspotential besitzt.

Nitrit

Nitrit kann die menschliche Gesundheit auf zwei Arten gefährden. Zum einen kann es bei Säuglingen unter 3 Monaten dazu führen, dass das für den Sauerstofftransport im Blut zuständige Hämoglobin teilweise in Methämoglobin umgewandelt wird, das keinen Sauerstoff mehr transportieren kann. Dies kann auf Grund des folgenden Sauerstoffmangels im Blut zu schweren Schäden im zentralen Nervensystem (Gehirn) führen.
Zum anderen können sich aus Nitrit und sekundären Aminen im Magen sog. Nitrosamine bilden, die im Verdacht stehen krebserzeugend zu sein.

Sulfat

Sulfat kommt in unterschiedlichen Konzentrationen natürlich im Trinkwasser vor. Zu viel Sulfat kann abführende Wirkung haben.

 

Hier finden Sie die aktuellen Grenzwerte.

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